Besuch der Türme auf dem Hohen Bogen

Nach einer halbstündigen Busfahrt erreichten wir den Gipfel des Hohen Bogens (1079 m) und wurden von Herrn Schreiner, dem Besitzer der Türme, in das ehemals militärische, streng überwachte Gelände eingelassen. Der ganze Bereich wurde in den 60er und 70er Jahren von den Deutschen, Franzosen und Amerikanern genutzt, um mögliche kriegsvorbereitende Maßnahmen auf sowjetischer Seite frühzeitig zu erkennen. In diesem Zusammenhang befanden sich etwa 500 amerikanische Militärangehörige in der Ortschaft Rimbach, welches am Fuße des Hohen Bogens liegt.

Nach einer kurzen, informativen Einführung über die Verwendung und Bedeutung der Türme auf dem Hohen Bogen während des „Kalten Krieges“ ging es über eine schier endlos erscheinende Wendeltreppe nach oben auf eine Aussichtsplattform, von wo aus man einen einzigartigen Rundblick über den gesamten Bayerischen Wald genießen konnte.

Auf einer Rutsche, die sich nur die Mutigsten zu benutzen trauten, konnte man dann wieder nach unten gelangen. Diese hatte ursprünglich den Zweck, die im oberen Bereich des Turmes diensthabenden Bundeswehrangestellten schnellstmöglich nach unten in die atomsicheren Bunker zu befördern.

Die Schüler hörten auch eine spannende Geschichte über einen Spion, der viele Jahre unerkannt und unbehelligt hochbrisante, streng geheime Informationen an den feindliche Ostblock weitergab. Erst nach dem Fall des „Eisernen Vorhangs“ kam sein staatsfeindliches Verhalten durch den Einblick in tschechische Dokumente ans Tageslicht.

Den Abschluss unseres interessanten, informativen und teils abenteuerlichen Ausfluges bildete eine Fahrt mit der Hohen Bogen Sesselbahn ins Tal hinab, wo die Schüler sich noch für kurze Zeit im Freizeitpark aufhalten durften.

Michael Irlbeck